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Wulf-Dietrich
Rose, Wirtschaftswissenschaftler, langjähriger Leiter des Instituts für
Baubiologie und seit 1990 wissenschaftlicher Leiter der Internationalen
Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung fasst das Problem in seinem
Buch wie folgt zusammen:
Die
elektromagnetische Umweltverseuchung ist, mehr noch als die chemische
Umweltvergiftung, ein weltweites Problem. Elektrosmog dringt von außen in
unsere Wohnungen ein, auch wenn Türen und Fenster verschlossen sind. Mehr noch:
Tausende von Satelliten und andere technische Objekte schicken aus dem Kosmos
lebensfeindliche elektromagnetische Strahlen in Richtung Erde - wer ihnen
ausweichen wollte, müsste schon in die Erde hineinbauen. In den Gremien, die
angebliche „Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischer
Strahlung“ festlegen, sitzen mehrheitlich die großen
Elektro-Smog-Verursacher, allen voran die Elektrizitätswirtschaft. Die
Grenzwerte erlauben eine elektromagnetische Strahlenbelastung der Gesamtbevölkerung,
die weit über den Intensitäten liegt, mit denen in der Psychiatrie und zu
militärischen Zwecken mit elektromagnetischen Feldern Verhaltensänderungen
erzeugt werden. Auch bei der Genmanipulation und zur Therapie von Bluthochdruck,
Asthma und Infarkten werden elektromagnetische Felder erfolgreich angewandt, die
weit unter den vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz propagierten
„Grenzwerten“ liegen.
Man
erkennt heute, dass die feinen körpereigenen magnetischen und elektrischen Ströme
und Signale, mit denen unser Gehirn und das Nervensystem arbeiten, durch die
starke elektromagnetische Umweltbelastung überlagert, fehlgesteuert und gestört
werden.
Die
amerikanischen Wissenschaftler Wertheim und Leeper führten 1979 die erste
kontrollierte Studie auf dem Sektor „Elektrobelastungs-Krebs“ durch.
Untersucht wurden Kinderkrebstodesfälle aus dem Gebiet Denver/Colorado aus den
Jahren 1950 bis 1973. Das Ergebnis: Kinder,
die in der Nähe von Hochspannungsleitungen lebten, erkranken doppelt so häufig
an Krebs als Kinder, die dieser Elektrobelastung nicht ausgesetzt sind. Drei
Jahre später bestätigten die gleichen Wissenschaftler das erhöhte Leukämierisiko
für Erwachsene (1982).
Die
„Ärztliche Praxis“ Nr. 42/1985 berichtete über Untersuchungen von Pearche
und Mitarbeitern von der Clinical School in Wellington. Sie ergaben, dass unter
546 männlichen Leukämie-Patienten in Neuseeland Monteure von elektrischen
Einrichtungen, sowie Fernseh- und Radio-Techniker überproportional vertreten
waren.
Am
„Plötzlichen Kindstod“ sterben immer mehr Babys zwischen dem 8. Tag und dem
Ende des ersten Lebensjahres als an irgendeiner Krankheit. Mit der Erforschung
dieser Todesursachen begann man vor einigen Jahren. Eine Untersuchung der
technischen Verhältnisse der Umgebung verstorbener Kinder in der USA und in
Hamburg ergab folgendes: Fast jede dieser Wohnanlagen ist den Einflüssen
elektrischer Streu- oder Oberflächenströme ausgesetzt, da sie in der Nähe von
elektrischen Bahnen, zwischen S-Bahnen, an der Innenseite von Gleiskurven,
zwischen Hafenbecken und Eisenbahn und in der Nähe von Bahnhöfen liegen. Die
elektrische Leitfähigkeit des Untergrundes auf Grund der geologischen Verhältnisse
war groß.
Wir
stehen unter Dauerstress. Unsere Blutzusammensetzung (Elektrolytlösung aus
Kalium, Kalzium, Natrium und Magnesium) wird verändert, die Kommunikation
zwischen den Zellen und dem Gehirn gestört. Aufgrund dieser Beeinträchtigung
kann sogar die elektrische Ladung unserer Zellen geändert werden.
Diesem
Einfluss von außen setzten wir selbst noch das „I-Tüpfelchen“ auf: der
Radiowecker, die Heizdecke, das Handy, der Fernseher (mit Fernbedienung)
und eine Halogenlampe (mit Trafo) - alles im Bettbereich -, die vielen
Elektrogeräte in der Wohnung gar nicht bedacht - aber jede elektrische Leitung
ist, auch wenn der Verbraucher ausgeschaltet ist, eine Quelle für eine
elektrische Strahlung.
Man
unterscheidet bewegte und stehende Felder.
Zu den bewegten Feldern gehören die elektrischen und magnetischen Wechselfelder
und die hochfrequenten Wellen:
1 – 30000 Hz (= 30 kHz)= Niederfrequenz;
Hoch-Frequenz 30kHz – MHz (Megahertz) – GHz (Gigahertz);
300 GHz = Mikrowellen; dann folgen Infrarot, Licht, Gamma- und Röntgenstrahlen).
Elektrische
Wechselfelder ergeben sich hauptsächlich aus der Stromversorgung (50Hz = 100
Ladungsumkehrungen pro Sekunde). Sie breiten sich strahlenförmig um ihre Quelle
aus: je größer der Abstand, desto geringer das Feld. Bei Geräten ohne Erdung
(2 poliges Kabel) treten 3-4-mal so große Wechselfelder auf als bei geerdeten
Geräten. Aufgenommen und weitergeleitet werden elektrische Wechselfelder von
allen elektrisch leitfähigen Materialien. Daher sind sie auch bei nicht unter
Spannung stehenden oder auch gar nicht mit dem Stromnetz verbundenen
Materialien, wie Stahlträgern ohne Erdkontakt, Federkernmatratzen, Stahlrohrmöbeln
und Heizkörpern, mit Kunststoffleitungen anzutreffen.
Daneben werden elektrische Felder auch von Flüssigkeiten, wie im Körper, aufgenommen. Solche Wechselfelder erzeugen im Körper einen Strom, der die körpereigenen Ströme überlagert und verändert. Schlafstörungen, nächtliches Schwitzen, Unruhe, Angst, Depressionen und Kopf-Schmerzen können die Folge sein. Die Reizung der Nervenzellen soll bereits bei Spannungen oberhalb von 15-20 Millivolt stattfinden, während die künstlichen elektrischen Wechselfelder im Körper Spannungen von deutlich über 100.000 Millivolt (100 Volt) verursachen. Die größte Empfindlichkeit der Nerven lässt sich bei 50 Hz feststellen.
Mit
einfachen Mitteln kann vielfach Abhilfe geschaffen werden: Wenn durch Umpolung
des Steckers nicht mehr der Nulleiter, sondern die Phase am Schalter
unterbrochen wird, durch Phasentausch im Sicherungskasten, durch Erdung von Geräten
und Materialien, Netzfreischaltungen, Verwendung von schaltbaren
Tischverteilerleisten und Vermeidung jeglichen Stand-by Betriebes der Elektrogeräte.
Sie
entstehen immer dann, wenn Wechselstrom dieser Kabel, Leitungen und Trafos fließt,
also ein Gerät in Betrieb ist. Um den stromführenden Leiter wird ein Feld
aufgebaut, das mit der Entfernung abnimmt. Ursache für solche Felder sind
mangelhafte E-Installationen, Transformatoren in Geräten und Umspannstationen
und Niedervolthalogenanlagen u.ä.
Elektrischen Eisenbahnen (16,7 Hz) leiten den Strom über die Schienen ab. Er
sucht den Weg des geringsten Widerstandes und fließt auch über das feuchte
Erdreich oder metallische Leitungen im Boden ab. Daher kann man diese Felder
nicht nur entlang der Eisenbahn, sondern auch noch in größeren Entfernungen
messen.
Bei magnetischen Feldern wird die Flussdichte in Tesla (T) bzw. NanoTesla (nT:
milliardstel T) gemessen.
Z.B.
können bei Niedervolthalogenanlagen in nächster Nähe mit 5.000 - 7.000 uT
fast so hohe Werte gemessen werden, wie im Bereich von Hochspannungsleitungen.
Bei fehlerhaften Installationen soll der Fehlerstromschutzschalter
(FI) das Abfließen des Stromes über Null-leiter, Heizung oder
Wasserleitung und damit den Aufbau magnetischer Felder verhindern.
Bei Trafos in Telefonen, Niedervolthalogenanlagen, Radioweckern, elektrischen
Uhren und HiFi Anlagen werden in nächster Nähe 3000 uT und mehr gemessen. Oft
wird die Spannungszufuhr erst hinter dem Trafo abgeschaltet, das Magnetfeld
bleibt trotz „ausgeschaltetem“ Gerät bestehen. Steht das Gerät in Kopfnähe
im Schlafzimmer, kann es schon bei Werten von etwa 1000 uT Ursache für Migräne
und Schlafstörungen sein.
Das elektrische und das magnetische
Feld verschmelzen zur elektromagnetischen Welle, wenn sie von einem Sender
ausgestrahlt werden (Hochfrequenz). Neben Rundfunk, Fernsehen und Mobilfunk
werden aber auch im Haushalt Wellen erzeugt: Schnurlostelefon, Babyphone,
Fernsteuerungen, Mikrowellenherde oder Monitore.
Bedeutsam sind die
Mobilfunknetze, sowie im Wohnbereich die Schnurlostelefone mit DECT –
Standard: Es handelt sich hier nicht um eine Dauerstrahlung, sondern um gepulste
Frequenzen, die auf der Welle von 900 bzw. 1.800 MHz mit ca. 200 Hz aufmoduliert
sind. D.h., dass beim Mobilfunk ca. 200mal pro Sekunde die Verbindung zwischen
Handy im Sender aufgebaut wird.
Dasselbe gilt für Schnurlostelefone mit DECT – Standard, wobei die
Basisstation als „Sender“ fungiert.